Sehr geehrte Frau Velkova-Rehm, sehr geehrter Herr Dabi,

in dem folgenden Blogbeitrag würden wir, Larisa Homa und Emely Jansen, uns gerne für Ihren Besuch in unserer Klasse bedanken und Ihnen ein Feedback über den Austausch geben.

Vielen Dank von uns erstmal, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns über die Vielfalt aufzuklären. Wir finden es schön, wofür Sie sich einsetzen und wie viel Mühe Sie sich gegeben haben, den Austausch spannend zu gestalten. Wir haben alles gut nachvollziehen können, da Sie uns das Thema „Kopftuch“ gut näher gebracht haben. Ebenfalls fanden wir die anonymen Fragen gut, da man sich so getraut hat, eine ehrliche Antwort zu geben. Zudem sind Sie auf alle Fragen verständlich eingegangen.

Für den nächsten Austausch würden wir uns wünschen, das Thema „Stolpersteine“ zu besprechen. Warum sind diese Stolpersteine da? Was haben diese zu bedeuten? Wir finden dieses Thema sehr interessant, da es wichtig für die Bildung aller Kinder/Jugendliche ist, damit so etwas nie mehr vorkommt.

Seit dem Austausch, machen wir uns viele Gedanken über das Thema „Kopftuch“. Warum ist es in vielen Familien so wichtig, dass die Tochter ein Kopftuch trägt? Und warum gehen manche Familien so locker damit um, obwohl sie an die gleiche Religion glauben? Dies war eine Sache, die wir persönlich noch nicht ganz verstanden haben.

Zeichnung: Nele van Basten, Schülerin an der Gesamtschule am Forstgarten

Wir finden, dass im Alltag dieses Thema mehr normalisiert werden sollte. Wir können ebenfalls nicht nachvollziehen, warum Menschen mit Kopftuch heute noch, nach allem was schon passiert ist, diskriminiert werden. Es sollte in den Grundschulen schon normalisiert werden, damit Rassismus endlich ein Ende nimmt. Am Berufskolleg Kleve sollten Sie mit Ihrem Projekt in jedem Religionsunterricht einmal mindestens das Thema sein. Unsere Schule ist sehr tolerant gegenüber Frauen mit Kopftüchern, denn wir sehen immer wieder Schülerinnen mit Kopftuch, was wir persönlich super finden, allerdings sollte man trotzdem darüber sprechen und für Aufklärung sorgen. Ihr Projekt ist definitiv eine Bereicherung für unser Leben, da Sie mehr für Aufklärung sorgen und Menschen endlich toleranter werden könnten. Sie könnten einen Teil der Menschen umstimmen. Je mehr Menschen an Ihrem Projekt teilnehmen, desto mehr Auswirkungen hat dieses. Unsere Sichtweise hat dieser Austausch auf jeden Fall verbessert und wir wollen ebenfalls mehr Toleranz im Alltag sowie im Berufsleben und in den Schulen und Menschen sollten aufhören, Menschen die „anders“ leben, als Gefahr zu sehen. Dazu fällt uns ein, dass Sie vielleicht die Klischees aufklären könnten, wie zum Beispiel, dass Muslime Amokläufer wären. Wir finden es schade, dass in den Nachrichten immer nur „Ausländer“ schlecht dargestellt werden und die Deutschen meistens aus dem Internet rausgehalten werden, wenn etwas Schlimmes passiert ist.

Alles in einem würden wir sagen, dass der Austausch für uns wichtig und von Vorteil war und dass Sie eine super Präsentation über dieses ganze Thema gehalten haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Emely Jansen und Larisa Homa


Text: Emely Jansen und Larisa Homa, Schülerinnen am Berufskolleg Kleve

Zeichnung: Nele van Basten, Schülerin an der Gesamtschule am Forstgarten


Kopftuch – Symbol der Freiheit?!

4 Gedanken zu „Kopftuch – Symbol der Freiheit?!

  • 19. Mai 2021 um 18:16 Uhr
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    Liebe Frau Jansen, liebe Frau Homa,

    Ich freue mich, dass Sie das Projekt und Ihre persönlichen Erlebnisse als eine solche Bereicherung wahrnehmen. Es ist wichtig, dass wir uns gemeinsam für unterschiedliche Lebensentwürfe einsetzen. Umso größer ist meine Freude über die Zusammenarbeit mit Nele van Basten, welche für die passende Illustration zum Thema gesorgt hat. Es ist toll, dass Schüler*innen über Schulgrenzen hinweg kooperieren und selbst zu Botschafter*innen der Vielfalt werden.

    Herzliche Grüße
    Philipp Giesinger

  • 24. Mai 2021 um 9:26 Uhr
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    Hallo Frau Jansen, hallo Frau Homa,

    Vielen Dank für Ihren zusätzlichen Informationen zum Kopftuch.
    Ich freue mich sehr darüber und motiviert mich weiter ehrenamtlich am Projekt teilzunehmen und zu recherchieren.
    Das Tragen vom Kopftuch oder nicht bei manchen Muslimen Familien sind abhängig von Kultur und Erziehung meiner Meinung nach.
    In einigen Ländern ist das Kopftuch normalisiert worden, beispielsweise in England, Schweden und Norwegen auch Toleranz und Neutralität im Berufsfeld wurden realisiert, wie in England Frau Raffia Arshad ist mit Kopftuch eine Richterin und Frau Ilhan Omar ist in den USA mit Kopftuch Repräsentin im Senat.
    Leider in Deutschland darf eine Frau mit Kopftuch in einer Schule den Fußboden wischen aber nicht als Lehrerin arbeiten.
    Meiner Meinung nach die Amokläufer (Muslime, Christen oder Juden) sind für mich Verbrecher, schlechte Menschen auch psychisch Krank.
    Zum Beispiel was im 2009 passiert wurde.
    Christchurch-Attentäter am 15.03.2019 riss in der 2 Moscheen 51 Personen in den Tod und dutzende weitere verletzt und übertrug den Anschlag im Internet. Das alles hat nicht mit Religionen zu tun.
    Überall gibt schlechte und gute Menschen.
    Ich finde Super, dass die Schüler*innen eine große und wichtige Rolle zum Projekt spielen.
    Liebe Grüße,
    Hassan Dabi

  • 26. Mai 2021 um 10:39 Uhr
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    Wir, Chantal und Joana, teilen die gleiche Meinung gegenüber Kopftüchern und generell der Religion. Wir finden es auch schade, dass Frauen mit Kopftüchern heute immer noch ausgegrenzt und diskriminiert werden. Wir hoffen das es sich bald ändern wird.

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